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Theologie studieren in Wien

Jedes Studium benötigt sorgfältige Überlegungen und eine gute Wahl des Studienortes - so auch das Theologiestudium. Jede/r, der/die mit dem Gedanken spielt, Theologie zu studieren, hat andere Erwartungen an das Studium und Vorstellungen von dem, womit sich Theologie beschäftigt. Sehr unterschiedliche Auffassungen von und oft auch Differenzen im Zugang zur Theologie haben auch die theologischen Fakultäten weltweit - bedingt durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte und Fachverständnisse. Besonders für jene, die aus einem wissenschaftlichen Interesse mit dem Theologiestudium beginnen, ist daher der Schwerpunkt des jeweiligen Studienortes nicht uninteressant. Doch auch abseits von Schwerpunkten und Auffassungen gibt es einige wichtige Punkte, die bei der Wahl des Studienortes berücksichtigt werden sollten.


wien1Studieren in Wien?
In Wien zu studieren bedeutet zunächst einmal, in einer Großstadt zu studieren. Die Bundeshauptstadt bietet ein schier unermessliches Maß an Kultur und zahlreiche Möglichkeiten für Aktivitäten, Weiterbildungen und außeruniversitäre Tätigkeiten und Engagements. Nahezu alle Jugend- und Bildungsorganisationen haben zumindest eine Zweigstelle in Wien, auch zahlreiche christliche Kirchen, Gemeinschaften und Orden sind in Wien ansässig. Dazu kommt die spezielle Brückenfunktion, die Wien als ehemals östlichste Hauptstadt des alten Westeuropas bis heute einnimmt - ziwschen Ost und West, mitten in Europa. Die Größe und das immense Angebot der Stadt bieten zahlreiche Möglichkeiten, das StudentInnenleben auch abseits des Studiums zu genießen. Nähere Informationen zur Stadt Wien, zu studienspezifischen Einrichtungen (Wohnheime etc.) und zu den städtischen Angeboten finden sich auch unter http://www.wien.gv.at.

"Katholisch-Ökumenische Theologie" in Wien
wien2Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien ist die zweitgrößte im deutschen Sprachraum und eine der ältesten überhaupt. 1384 gegründet blickt Wien auf eine lange Tradition in theologischer Ausbildung zurück, die Hörsäle und das Dekanat als Zentrum der Fakultät mit seinem prunkvollen Sitzungssaal zeugen noch heute von der langen Tradition an der Wiener Universität. Neben ihrem Alter und ihrer Größe hat sie noch einen besonderen Vorteil: sie teilt sich mit der einzigen Evangelisch-Theologischen Fakultät Österreichs ein gemeinsames Institutsgebäude und eröffnet dadurch zahlreiche Möglichkeiten für den wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen ökumenischen Austausch. Außerdem ist die gemeinsame theologische Fachbibliothek der beiden Fakultäten eine der größten weltweit.

Schwerpunkte und Besonderheiten
Durch seine Lage im Schnittfeld von Ost und West übt die Stadt Wien, vor allem aber auch ihre theologische Fakultät eine wichtige Brückenfunktion hin zu den Ländern des ehemaligen Ostblocks, theologisch vor allem auch zu den Kirchen des christlichen Ostens (Orthodoxie) aus. Zu diesen fast geopolitisch vorgegebenen Schwerpunkten ist Wien vor allem für seine Forschungen im Bereich der Religionssoziologie bekannt - seit vielen Jahren beteiligt man sich an Wertestudien, Religions- und Gesellschaftsforschung. In jüngster Zeit wurden diese Standpfeiler vor allem durch eine neue Gruppe von ProfessorInnen ergänzt, die sich intensiv der Frage nach Gott in der heutigen Zeit widmet: Wie kann von Gott in einer großteils areligiösen Gesellschaft gesprochen werden? Wie äußert sich Glaube bzw. Unglaube? Wo liegt der gemeinsame Nenner von Glaube, Theologie und Ethik? In diesem Schnittfeld ergibt sich ein weiterer Schwerpunkt, der durch ein von verschiedenen Fakultäten getragenens Institut für "Ethik und Recht in der Medizin" gestärkt wird. Besonders in der heutigen Zeit sind ethische Fragen im Bereich von Medizin und Gentechnik besonders virulent - diesen und vielen anderen aktuellen Fragen zwischen Theologie und Naturwissenschaften kann man in Wien besonders gut nachgehen.

Forschungsschwerpunkte:
  • Religionssoziologie und Religionsforschung: Was ist Religion heute?
  • Ökumene, v.a. im Dialog mit den Ostkirchen
  • Gottesfrage heute: Wie kann ich heute von Gott sprechen?
  • Interkulturalität und Interreligiosität: Multikultureller und multireligiöser Kontext als neue Herausforderung
  • Ethik und Recht in der Medizin: aktuelle Debatten und Diskussionen um Euthanasie, Abtreibung, Genforschung etc.
  • Spirituelle Bibelauslegung: was kann die Bibel heute aussagen?

Einrichtungen & Angebote
Das Studium geschieht freilich nicht an einer Universität alleine - zum gesamten StudentInnenleben gehören zahlreiche (freiwillige) Angebote rund um das Studium. Da gerade das Studium der Katholischen Theologie solche "Erdungen" immer wieder braucht, sind gerade Erweiterungen des Horizonts außerhalb des Studiums enorm wichtig. Die Stadt Wien bietet hierfür zahlreiche Angebote - ein paar wenige sollten aber wegen ihrer Wichtigkeit doch erwähnt werden (siehe auch Menü rechts):
  • Das Zentrum für Theologiestudierende ist das "Wohnzimmer" aller Theologiestudierenden. Es bietet neben der verpflichtenden diözesanen Begleitausbildung auch zahlreiche freiwillige Möglichkeiten zur Weiterbildung oder auch "nur" zum Ausspannen, Beisammensein oder zum gemeinsamen Austausch.
  • Der break.point ist die monatliche Eucharistiefeier der Katholisch-Theologischen Fakultät. Jedes Semester steht ein anderer Lehrender unserer Fakultät diesem Gottesdienst vor, der von den Studierenden selbst gestaltet wird.
 


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